„Unter den vielen Dingen, die uns im Leben umgeben, gibt es einige mit Kräften, die außerhalb unserer Auffassungsgabe liegen.“

Der antriebslose Highschool-Schüler Aktisune gerät in die Welt der grimmschen magischen Gegenstände, als er dem Mädchen List hilft, ihre Tasche aus der Gepäckablage zu heben. Er kommt zufällig in den Besitz einer Armbanduhr, die Dinge in ihren Zustand von vor 24 Stunden zurückversetzen kann. Die Uhr mit Namen „Aschenputtel“ verschmilzt mit ihm und er wird über Nacht zum Gejagten.

 

„Kataribe no List“ oder auch „The Book of List – Grimm’s Magical Items“ erscheint seit diesem Monat bei Carlsen. In Japan ist er bereits mit 6 Bänden abgeschlossen. Wie mir der erste Band gefallen hat?

Zieeeemlich gut 🙂9783551775399

 

Der erste Band hat es schon reichlich in sich. Mangaka Fujiya Izuco prescht förmlich durch die Ereignisse – was wohl dem Limit an 6 Bänden zu zuschulden ist, in denen jede Menge Material abgedeckt werden will. So tauchen in dem 4 Kapitel umfassenden Tankobon nicht nur die zwei Hauptcharaktere Akitsune und List auf, sondern auch gleich mal Akitsunes ‚Love Interest‘ Yoshika, sowie der erste Erzfeind, wie auch gleich mal ein neuer Mitstreiter. Trotz des schnellen Tempos kommen die Charaktere jedoch keinesfalls flach rüber.

 

Das Einzige was man hierbei bemängeln könnte ist, dass einige Elemente – meist sehr unglaubwürdig – aus dem Weg geräumt werden, um dem Fortschritt der Story nicht weiter im Weg zu stehen. So wird sich z.B. Akitsunes Eltern entledigt, indem List ihnen eine Unsumme an Geld für ihren Antiquitätenladen überlässt. Die Eltern packen daraufhin in Sekundenschnelle ihre Koffer und verschwinden auf eine Weltreise (vermutlich auf Nimmerwiedersehen). Und dass ein 9-jähriges Mädchen einen eigenen Laden führt, statt in die Schule zu gehen, scheint für die Bewohner der Welt dieses Mangas auch vollkommen natürlich.

 

Die Charaktere sind bisher alle sehr sympathisch (ausgenommen dem Gegner natürlich).

Akitsune, der laut seinen Klassenkameraden an der Alles-Zu-Umständlich-Krankheit leidet, erinnert mich bisher sehr an Oreki von Hyouka. Soll heißen: Unmotiviert und faul, aber eigentlich ein total netter Kerl dem man nur ab und zu (vielleicht auch öfter) etwas treten muss, damit er in die Gänge kommt.

List ist so ziemlich das genaue Gegenteil. Ein 9-jähriges, quietschfideles Duracell-Häschen wie es im Buche steht. Obwohl mir dieser Typ von Hyperaktivling meistens furchtbar auf die Nerven geht, ist das bei List überhaupt nicht der Fall (weil sie auch einfach total niedlich ist). Genau der Typ Charakter den Akitsune braucht um den Allerwertesten hoch zu kriegen und Schwung in die Story zu bringen.

Über die anderen Charaktere schweige ich mich an dieser Stelle lieber einmal aus 🙂

 

Das was mich vor allem jedoch dazu gebracht hat, den ersten Band dieses Mangas zu kaufen, war das Element von „Grimms Märchen“. Das Konzept, dass bestimmte Gegenstände magische Fähigkeiten besitzen und diese direkt mit den Geschichten der Gebrüder verknüpft werden fand ich unglaublich interessant. Auch nach dem Durchlesen blieb dieses Interesse erhalten und ich bin gespannt, was noch alles an Gegenständen auftauchen wird.

Und nun genug von mir. Wie steht es mit euch? Neugierig geworden oder vielleicht sogar selbst schon gelesen? Dann hinterlasst doch einen Kommentar 😉

 

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