Ein unbekannter Virus verwandelt immer mehr Menschen in Zombies. Die Untoten überfallen und beißen andere Menschen, so dass sich GO-HOTD_review3die Epidemie innerhalb kürzester Zeit ausbreitet. Auch vor Takashi Komuros Schule macht die Seuche nicht Halt. Eines Morgens muss der Schüler mit ansehen, wie ein Zombie einen Lehrer anfällt und sich der Schulhof im Anschluss in ein blutgetränktes Schlachtfeld verwandelt. Kurzerhand verbarrikadiert er sich mit seiner Jugendliebe Rei Miyamoto auf dem Dach der Schule, um sich vor der wandelnden Leichenflut zu schützen. Ehe die beiden sich versehen, gehören sie einer kleinen Gruppe Überlebender an: Eine im Schwertkampf ausgebildete Mitschülerin (Saeko Busujima), eine mit weiblichen Reizen im Übermaß ausgestattete Schulärztin (Shizuka Marikawa), die Tochter eines einflussreichen Politikers (Saya Takagi) und ein waffenliebender Nerd (Kohta Hirano) komplettieren die bunt zusammengewürfelte Gruppe. Gemeinsam sagen sie den untoten Invasoren den Kampf an, in der Hoffnung eine zombiefreie Zone zu finden und der drohenden Apokalypse zu entfliehen. Dabei müssen sie jeden ihrer Schritte genau planen, denn es könnten ihre letzten sein – zumindest als Lebende!
Der gute alte Zombie Apokalypse Plot. Was mal als absoluter Kult begann, hat sich in den letzten Jahren so weit im Mainstream etabliert, dass man, egal wo man auch hinblickt, sprichwörtlich fast schon von den Untoten aufgefressen wird. Die Gehirntoten, sie sind mittlerweile festerhigh-school-of-the-dead-episode-7-screenshots-11 Bestandteil der Popkultur und grinsen einen von Entertainment Medien aller Art an. Lady Gaga, Justin Bieber, Miley Cyrus etc., man kann ihnen einfach nicht entkommen. Fun aside und Fakten auf den Tisch. Es existiert mittlerweile ein endloser Haufen an Büchern, Filmen, Comics, TV Serien und Videospielen, die immer wieder mal mehr, mal weniger den selben Plot in verschiedenen Variationen erzählen. Doch wer wie ich einen kleinen Großteil dieses Haufens konsumiert hat, kennt sicherlich das Gefühl, dass irgendwie, irgendwo immer schon ein Element im Zombie Genre gefehlt hat. Immer wieder fragte ich mich was es wohl sein könnte, doch ich kam nicht drauf, bis Highschool of the Dead daherkam und mir die Frage unmissverständlich beantwortet hat.
tumblr_lj1q49TK7o1qi0kfro1_500Die Antwort: Anime Boobs, so groß wie Wassermelonen! Ach was labber ich, ich meine so groß wie Medizinbälle! Nein! Vielmehr wie Gymnastikbälle. Der Schwerkraft trotzende, gigantische Anime Boobs, fantastische sagenumwobene, unglaublich große Anime Boobs. Boobs wohin das Auge reicht. Boobs so außerordentlich umfangreich, dass es schwer ist diese zu beschreiben. Hin und her, auf und ab, kreuz und quer wackelnd und den gesamten TV-Screen ausfüllend, wann immer ein weiblicher Charakter auch nur den Anschein einer Bewegung macht. Boobs here, Boobs there, Boobs everywhere und dazwischen ein paar Zombies. Das ist es was die 12 Episoden starke Adaption des gleichnamigen Manga von Daisukee und Shoji Satos dem Zombie Genre und dem Zombie Apokalypse / Epidemie Plot beizutragen hat. Hört sich nach wenig an, aber wenn man die schiere Masse an Boobs zusammenzählt, ist dieser Beitrag an Gewicht und Umfang wirklich kaum zu überbieten 🙂
GO-HOTD_review13Mal abgesehen davon, dass fast alles was ich von der Serie grade in Erinnerung habe zwei Nippel hat und einfach nur unglaublich groß ist, ist das mit dem Zombie Apokalypse Plot bei H.O.T.D doch relativ gut umgesetzt und erzählt. Die ersten 5 Episoden geben die Pace vor. Unser bunt zusammengewürfelter Haufen an Helden, Anti-Helden, Missfits und Verrückten kann der zombieüberfluteten Hochschule entkommen und macht sich auf den Weg zur nächsten Stadt, in der Hoffnung ihre Eltern finden zu können. Zwischendurch geht einiges drunter und drüber. Unser Team überlebt hier mal Zombie Angriffe, da mal ein paar verrückt gewordene Menschen, liefert sich Feuergefechte und müssen sich mit einem ziemlich sadistischen und hinterhältigen Lehrer (Shidō Kōichi) der eine Sekte errichtet auseinandersetzen. Soweit so gut, es passiert was halt so passiert, wenn die Zombies kommen.
GO-HOTD_review6Mit Episode 6 sind wir dann jedoch endgültig an einem Punkt angekommen, bei dem so manch einer behaupten könnte, dass sich das komplette Produktionsteam selber in Zombies verwandelt hat. Zum Leidwesen mancher und zur Freude anderer, aber nicht Hunger auf „Brain“ hatte, sondern stattdessen Boobs, Boobs und nochmal noch mehr Boobs wollte. Das Ganze wird dann dadurch in die Wege geleitet, dass in EP 6 fast nix anderes passiert, außer dass ziemlich nackt gebadet und sich gegenseitig befummelt wird. Weniger „Naked“ wird es ab da nicht mehr wirklich, denn in den darauf folgenden Ep’s gibts unsere weiblichen Charaktere fast nur noch ausschließlich nackt oder wenn überhaupt bekleidet, dann in Kostümen die irgendeinen „Fetisch“ abdecken. Der sogenannte Fanservice ist bei H.O.T.D also definitiv genau so groß wie die Sahnetüten.
hotd1-1Die Show geht von da an ihren Weg und bleibt sich selber treu. Sprich: bleibt absolut over-the-top wo es nur geht. Das Ende kommt eher abrupt, lässt storytechnisch viel offen und beantwortet eher wenig. Das ist aber überhaupt gar kein Problem, weil es bei H.O.T.D meiner persönlichen Meinung nach eh nur um die Boobs und die Action geht. Anstatt Zombies hätten es auch 2 Meter große, durchgedrehte, menschenfressende Gewürzgurken sein können, die hier die Gefahr darstellen und mit Baseballschlägern, Schwertern und Schusswaffen dem Erdboden gleich gemacht werden. Hätte wohl auch keinen mehr gejuckt und viel trashiger wäre das auch nicht. Wer die paar Szenen, in denen der Fokus auf was anderem liegt als auf den Brüsten oder der Action großschreiben und irgendwas von „kritischer Einstellung zur Menschlichkeit“ schwafeln oder sonst irgendwas neunmal-kluges hinein interpretieren möchte, der kann das gerne tun.
GO-HOTD_review1Schlussendlich ist H.O.T.D was H.O.T.D ist, nicht mehr und nicht weniger. A fun ride, popcorn Anime! Die allseits bekannte und typische Story von der Zombie Apokalypse. Survival Horror, nur eben mit Anime Boobs. Das ganze gewürzt mit bombastischer Action, over-the-top Momenten und ganz viel Fanservice. Der Anime probiert an keiner Stelle seiner 12 Episoden wirklich was anderes zu sein und macht von Episode 1 an klar und deutlich was einen erwartet. Es ist nicht so als ob H.O.T.D überhaupt nichts anderes zu bieten hätte und zB. in punkto Charakter development konstant auf der Stelle treten würde, ganz im Gegenteil, hier passiert sogar einiges. Kohta Hirano, Takashi sowie das das Bokutō (Holzschwert) schwingende badass Busenwunder Saeko Busujima, machen interessante Entwicklungen seitens ihrer Persönlichkeit durch. Takashi’s und Rei’s Story fand ich von Minute eins auch sehr spannend, doch wirklich tiefsinnig oder bahnbrechend ist das Ganze dann auch wieder nicht.

 

 

HOTD_CastCharaktere: Um es auf den Punkt zu bringen: Die meisten Hauptcharaktere haben unvorstellbar große Glocken. Diejenigen die keine haben, werden meistens von welchen mit welchen umworben, oder sind in welche mit welchen verliebt und Waffennarren. Der Rest ist erst 7 Jahre alt und traurig, dass er noch keine hat 🙁

Synchro: Ich hatte zwar teilweise unglaublich große Probleme, das  was Team Takashi sprachlich so von sich gibt, auch nur im geringsten Sinne ernst zu nehmen, jedoch hat dies wohl weniger was mit der Synchronisation zu tun. Diese ist weitestgehend doch sehr gut umgesetzt. Die Sprecher geben ihr Bestes, den teilweise sehr trashigen Kauderwelsch an sprachlichem Content der da so von sich gegeben wird so überzeugend wie eben möglich zu transportieren und machen einen guten Job.
Animation: Flüssig, schön, qualitativ absolut hochwertig. Definitiv waren hier Leute am Werk, die ihre Arbeit wirklich durch die Bank weg verstehen. Ist auch kein Wunder, denn am Werk war Madhouse und die stehen eben für Qualität in punkto Animation seit 1973. Ein interessantes Trinkspiel für Conventions fällt mir da grad ein: Lauf durch die Massen und frage Wildfremde welches Studio ihren Lieblingsanime gemacht hat, wenn sie Madhouse sagen, musst du trinken. Du bist schneller unter dem Tisch, als du dich umgucken kannst XD (von nicht alkoholischen Getränken natürlich 🙂 ) Anyway und wie gesagt. H.O.T.D schaut auf Blu-Ray einfach nur absolut BOMBE aus. Nicht nur die Ladies sind scharf wie geschliffene Diamanten. Tolle Farbpalette, toller Kontrast. Hier stimmt einfach alles. Rein optisch ist H.O.T.D auf Blu-Ray ein absolutes Must-have!
Highschool-of-the-Dead-Complete-Blu_Ray-Nipponart-5Nipponart macht in punkto Verpackung nicht viel weniger richtig als Madhouse bei der Animation. Das schaut alles top aus und ist solide verarbeitet, wobei ich ganz ehrlich sein muss: Als Fan hätte ich mir eine etwas umfangreichere und größere Box gewünscht. Ein Sammelschuber der Vol. 1 und Vol. 2, sowie die OVA Drifters of the Dead, jeweils in eigenen Amaray Hüllen mit nettem Coverart featured, wäre nochmal eine Nummer cooler gewesen. Aber hätte, wäre, wenn, ist alles kein Ding, denn so kann sich das auch sehen lassen.
image4Kommen wir zum Inhalt, den technischen Daten und den Goodies. Die Blu-Ray Gesamtausgabe kommt auf 2 Disks die alle 12 Episoden inklusive der OVA Drifters of the Dead beinhalten. Das ganze Material liegt natürlich ungekürzt, uncut und unzensiert vor. Als Bonus liegt dem Ganzen noch eine Promo DVD von Nipponart selbst bei, auf der wir eine echte Fülle an Promo-, Trailer- und Teasermaterial finden können. Unter anderem befinden sich Zusammenschnitte einiger Episoden von Black Rock Shooter, Deadman Wonderland, Dance in the Vampire Bund und Hellsing, sowie Trailer zu Samurai Champloo, Rin – Daughter of Mnemosyne, Full Metal Alchimist und Darker than Black auf der DVD. Die Laufzeit der ganzen Geschichte beträgt etwa 330 Körbchengrößen.. uhhm ich meine Minuten. Aus den Boxen kommt das Ganze in Deutsch (DTS-HDMA 5.1) und Japanisch (Stereo). Bei Bedarf lassen sich Untertitel in Deutsch einschalten. Nipponart legt dem Ganzen als kleines Sahnehäubchen, sowie schon bei der Black Rock Shooter Gesamtausgabe, noch einen Umschlag mit 6 recht ansehnlich gestalteten Postkarten bei.
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Fazit: H.O.T.D ist geil und zwar nicht nur weil wir hier sehen wie sich 12 Episoden lang unglaublich knappbekleidete, unglaublich heiße Chicks mit unglaublich voluminösen Hupen durch Horden von Untoten kloppen und dabei immer gut aussehen, sondern weil H.O.T.D einfach Spaß macht. Jedenfalls kann ich das von mir behaupten, diesen Anime zu schauen war durch die Bank weg fun, weitestgehend spannend und einfach ein cooler Ride! Ich bin mir sicher, hätte man George A. Romero 1967/68 beim Dreh von Night of the living Dead gesagt, dass es in 42-43 Jahren einmal sowas wie H.O.T.D geben wird, er hätte sich kaputt gelacht. Ich würde H.O.T.D jedem empfehlen der Lust auf einen einfach nur guten Popcorn Anime hat, der mit gewissen Vorzügen ausgestattet ist und damit nicht geizt, Zombies beinhaltet, sich selbst nicht zu ernst nimmt und bei dem es rappelt im Karton 😉 Anime Liebhaber denen der Fanservice ein Dorn im Auge ist und wahren Horror Fans, die den Thrill eher ernst und mehr oder weniger „realistisch“ im Style von The Walking Dead suchen, sei von H.O.T.D aber definitiv abgeraten.

 

 

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Vielen Dank an Nipponart, für die Bereitstellung dieses Rezensionsexemplares.

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