Das Haiku gilt als die kürzeste Gedichtform der Welt und besteht aus exakt 17 Silben. Die 17 Silben befinden sich in drei Zeilen und werden im 5-7-5 Takt verfasst, es gibt ein Jahreszeitenwort (kigo 季語) und ein Schneidewort (kireji 切れ字) im Haiku.

Beispiele
Die beiden folgenden Haiku stammen von der Seite ad-logos.de und weisen die oben erwähnte Silben- und Zeilenanzahl, so wie den genannten Takt innerhalb der Zeilen auf:‘

„Nebel am Morgen
ein Haiku schreibt sich selbst
Drei leere Zeilen“
„Meist überzieht Zeit
das Liegengebliebene
mit einer Staubschicht“

Unterschiede und Ursprünge vom Haiku
Neben der Kürze vom Haiku, gibt es auch weitere Überschiede zu anderen Gedichtformen. Dies lässt sich beispielsweise anhand Theodor Fontanes “Herr von Ribbeck auf Ribbeck im Havelland” erläutern: Ein Haiku hat keinbestehend aus den Silben ‚ren‘ (verbindend) und ‚ga‘ (von ‚ka‘; Poesie, Dichtung) ist eine Dichtkunst, bei der die ersten drei Zeilen von einer Person und die zweiten von einer anderen gelesen werden. Haika (俳諧 ) ist ein informeller Typ von verbundener Versdichtung, begründet von  der  en Titel, anders als es beim erwähnten Gedicht der Fall ist, zudem hat ein Haiku kein Reimschema, das ist ein weiterer Unterschied. Was die Ursprünge betrifft, so kann man mehrere hundert Jahre in die Vergangenheit “zurück gehen”, um fündig zu werden. Ein Artikel auf Lyrik-Lesezeichen.de datiert die Geburtsstunde der Haiku in Japan in der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts:
„Die Geburtsstunde des Haiku in Japan datiert in der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts. Zu dieser Zeit gewann eine in Adelskreisen verbreitete Form des Kettengedichts immer mehr Popularität in der bürgerlichen Gesellschaftsschicht: Haikai Renga.“ Renga ( 連歌) bestehend aus den Silben ‚ren‘ (verbindend) und ‚ga‘ (von ‚ka‘; Poesie, Dichtung), ist eine Dichtkunst, bei der die ersten drei Zeilen von einer Person und die zweiten von einer anderen gelesen werden. Haikai (俳諧) ist ein informeller Typ von verbundener Versdichtung, begründet von einem Dichter aus dem 17. Jahrhundert namens Matsuo Bashō. Unklar ist jedoch, wann der Begriff Haiku erstmals genutzt wurde bzw. wann genau dieser geprägt wurde.

 

Bekanntes Haiku
Ein bekanntes Haiku ist Der Frosch von dem oben erwähnten Dichter Matsuo Bashō. Allerdings ist die Silbenanzahl aufgrund von der Übersetzung anders als in der Originalversion.

Der alte Teich
Ein Frosch springt hinein
Vom Wasser ein Geräusch (Quelle: Lyrik-Lesezeichen.de)

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