Dragons Rioting Band 1
 Dragons_Rioting_1
Genre: Fantasy, Sci-fi, Action
Anzahl Seiten: 174
Preis:
D: 6,95€
A: 7,20€
CH: 10,50 CHF
Verlag: 
J: Fujimi Shobo
D: Kazé Manga
Autor/Illustrator:
Tsuyoshi Watanabe
Übersetzer:
Etsuko Tabuchi, Florian Weitschies
Extras:

Wie man dem Namen schon entnehmen kann, geht es heute um Drachen! Aber nicht um irgendwelche Drachen. Nein, es geht um die Drachen aus der Nangokuren High School. Doch wartet: Drachen und Schule? Wie hängt das zusammen? Und warum klingt eines der Verkaufsargumente: „Heiße Mädchen, knappe Schuluniformen und jede Menge Action“ so sehr nach Dragon Girls? Mehr dazu in der Review! Ich wünsche euch viel Vergnügen beim Lesen und passt auf, dass es euch nicht zu «heiß» wird. 😉

Um was geht es?: Unser Protagonist Rintaro hat ein gewaltiges Problem, denn bei ihm wurde die extrem seltene Krankheit «Hen’isei Tashu Ijou-Syndrom» diagnostiziert. Somit kann jede sexuelle Erregung tödlich für ihn enden…

Als seinem Vater das mitgeteilt wurde, fackelte dieser nicht lange, schnappte sich seinen Sohn und ging mit ihm ins Exil. Abseits von jeder Zivilisation, wollte er ihm einen Weg zeigen, wie er zumindest annähernd wie ein normaler Mensch leben kann. Mittlerweile sind die beiden schon zehn Jahre in den Bergen und sein Vater hat ihm im Laufe der Jahre mit der Kampfkunst Koei Sougetsu beigebracht, wie er seinen Körper und Geist kontrollieren kann. Als Rintaro 16 Jahre alt wurde, hat er sich entschieden an die Nangokuren High School zu gehen. Da der Name der Schule so „männlich“ klingt, hat er sich entschieden auf die vermeintliche Jungenschule zu gehen. Jedoch hat er nicht damit gerechnet, dass sie bis vor einem Jahr eine reine Mädchenschule war. Und als wäre das nicht schon genug, gerät der Junge auch noch in einen großen Kampf zweier Drachen der Schule. Als er die beiden bei ihrem Kampf unterbrach, hatte Kyouka keine Lust mehr und lies den anderen Drachen namens Ayane, die ihr mächtig unterlegen war, ziehen. Ayane war von der Kampfkunst des jungen Rintaro so sehr beeindruckt, dass sie nun unbedingt seine Schülerin werden wollte.

Charaktere: Der 16-jährige Protagonist der Serie ist Rintaro Tachibana. Mit gerade mal sechs Jahren wurde bei ihm das Hen’isei Tashu Ijou-Syndrom (RintaroHentai-Syndrom) diagnostiziert. Er ist ein schlanker Teenager, durchschnittlich groß und hat blau-graue Augen. Im Gegensatz zu seinem eher schwächlichen Aussehen, ist er ein Experte in der Koei Sougetsu Kampfkunst, die ihm sein Vater beigebracht hat. Die Kampfkunst dient ihm hauptsächlich zur Selbstbeherrschung. Er ist außerdem sehr diszipliniert und da er seine Gefühle in der Gegenwart einer attraktiven Frau kontrollieren muss, wirkt er immer sehr ruhig. Meistens gelingt es ihm auch seine Gefühle zu kontrollieren, wird er aber mal mit einer extremen Situation konfrontiert, wiederholt er ein Mantra, um seinen Körper und Geist an sein zehn Jahre langes Training zu erinnern.

AyaneAyane ist ebenfalls 16 Jahre alt und geht an dieselbe Schule wie Rintaro. In der Schule ist sie eine Fraktionsleiterin und somit eine der drei Drachen. Ihr Drachenname ist Senseiryuu (Flashing Star Dragon, z.Dt.: Drache des blitzenden Sterns) und sie leitet die Ryouzenpaku-Fraktion. Sie ist eine junge, attraktive Teenagerin, die durchschnittlich groß ist, langes rotes Haar hat, das sie unordentlich zu einem Pferdeschwanz zusammengebunden hat, sowie pinke Augen. Bei ihren Brüsten zitiere ich mal die Beschreibung von Rintaro: „Sechs große Berge“ (Kapitel 2, Seite 40), wobei er hierbei auch Keikos und Makotos Brüste mit dazu zählt. Charakterlich ist sie eine willensstarke junge Frau, die die Schwachen und Unschuldigen vor dem Nangokuren High School Gesetz beschützen möchte, selbst wenn das bedeutet, dass sie gegen stärkere Gegner kämpfen muss. Für ihre Freunde würde sie alles geben, auch wenn sie sich dabei selbst verletzen würde. Nachdem sie die Kräfte von Rintaro gesehen hat, möchte sie unbedingt seine Schülerin werden und würde dafür „alles“ tun. Was das „alles“ umfasst, könnt ihr gerne selbst nachlesen. 😉

KyoukaKyouka Kagamiin ist ebenfalls ein der drei Drachen an der Nangokuren High School, jedoch gehört sie zum Abschlussjahrgang der Schule und ist dementsprechend auch zwei Jahre älter als Rintaro und Ayane. An der Schule ist sie außerdem mit dem Drachennamen Kougouryuu (Gleaming Hard Dragon, z.Dt. Drache der strahlenden Kraft) bekannt. Ihre schwarzen Haare reichen ihr bis zur Hüfte und ihre Augenfarbe ist gold-gelb. Sie trägt ein weißes Hemd, das unterhalb ihrer Brüste zusammengebunden ist, wodurch man mehr von ihrem Dekolleté sehen kann, als Rintaro lieb ist. Außerdem trägt sie einen blauen Rock mit zwei gelben Linien am unteren Ende. Ihre blaue Jacke trägt sie um ihre Hüfte gebunden. Am meisten beeindruckt hat mich, dass sie trotz High Heels normal kämpfen kann und es nicht mal ihre Geschwindigkeit beeinträchtigt. Außerdem trägt sie eine Menge Schmuck und Kosmetik, wie z.B. Ohrringe, eine Halskette, eine Haarspange, lackierte lange Fingernägel, u.v.m. Bis jetzt zeigt Kyouka eine extrem vulgäre Persönlichkeit. Sie genießt es, Menschen, die schwächer sind als sie, zu dominieren. Ihr Motto wäre wohl „Die Stärkeren essen die Schwachen“, womit auch erklärt wäre, warum sie sich mit Ayane nicht so gut versteht.

Zeichenstil: Der Zeichenstil von Tsuyoshi Watanabe ist wahrlich nichts Neues, aber dennoch hat sein Stil einige kleine Eigenheiten, die mir ins Auge gesprungen sind. Vor allem stechen hierbei die manchmal etwas abstrakt gezeichneten Haare der weiblichen Charaktere hervor, wie beispielsweise die von Kyouka. Im RL habe ich bislang noch nie jemanden mit so einer Frisur gesehen. Was mir ebenfalls an seinem Stil sehr gefällt, sind die Kampfzeichnungen, die Kleidungen/Uniformen, deren Accessoires und die Zeichnungen der jeweiligen Tiere (Drache/Tiger), welche sehr beeindruckend waren. Was aber echt genial und überraschend war, dass sich sogar Yamato Yamamoto in einem Kommentar positiv über die Serie Dragons Rioting geäußert hat. Euch sagt der Name nichts? Er ist der Mangaka der beiden hierzulande erschienenen bzw. erscheinenden Serien Kure-nai (mit zehn Bänden abgeschlossen) und Seraph of the End (derzeit zehn Bände und fortlaufend). Um ehrlich zu sein, liebe ich, ach was … vergöttere ich nahezu den Zeichenstil von Yamato Yamamoto. Unter seinem Kommentar im ersten Band hat er zusätzlich noch die liebe Ayane gezeichnet, die nun für den Leser wohl sogar drei erschlagende Argumente hat. Aber mal Spaß beiseite: Im Großen und Ganzen hat mir der Zeichenstil von Tsuyoshi Watanabe sehr gefallen.

Aufmachung: Hierzulande erscheint der Manga zweimonatlich im Format 12,8 x 18,2 cm. Mir persönlich gefällt das Design des Covers sehr gut, da vor allem der ernsthafte Blick von Ayane direkt ins Auge fällt. Wie ich es schon beim Zeichenstil-Abschnitt gesagt habe, gefällt mir der Stil von Tsuyoshi Watanabes Zeichnungen. Was man hier auch noch loben muss, ist die Font, die sich Kazé für den Manga ausgesucht hat. Was bei der Schriftart echt genial umgesetzt wurde ist der Drache, der sich beim „D“ „durchschlängelt“.

Fakten: Die zurzeit noch nicht beendete sechsbändige Manga-Reihe erscheint seit dem 09. November 2012 beim japanischen Verlag Fujimi Shobo (Stand April 2016). Im deutschsprachigen Raum hat sich Kazé die Rechte zum Manga gesichert und veröffentlicht diesen ab dem 7. April 2016 im zweimonatlichen Rhythmus. Leider gibt es zum Manga noch keine Anime-Umsetzung.

Fazit: Als ich den Manga gelesen habe, musste ich ab und zu schon ein wenig an Ikki Tousen (Dragon Girls) denken, vor allem, weil bei beiden Reihen so viele Kleidungsfetzen umherfliegen. Es ist zwar schon eine Weile her, dass ich Dragon Girls gelesen habe, aber ich würde sagen, dass der Zeichenstil von dem Manga doch einen Tick besser ist als der von Dragons Rioting. An dieser Stelle muss man aber natürlich anmerken, dass sich der Zeichenstil des Dragon Girls-Mangas auch erst in den neueren Bänden stark verbessert hat. Nichtsdestotrotz hat mich der Auftakt von Dragons Rioting sehr angesprochen. Wenn ich sogar genauer darüber nachdenke, gibt es eigentlich nichts, was gegen diesen Manga sprechen würde. Natürlich muss man Ecchi-Fan sein, um die Serie zu mögen. Aber falls man das ist, kann man den Manga problemlos genießen.

Beim Plot hat man hier auf ein schon bekanntes Schema (reine Mädchenschule wird zur gemischten Schule) zurückgegriffen und mit etwas Neuerem kombiniert: z.B. hatte ich noch nie von dem Hen’isei Tashu Ijou-Syndrom gehört (nach kurzer Recherche scheint der Begriff wohl auch frei erfunden zu sein). Was mich ebenfalls sehr angesprochen hat, waren die Zeichnungen bei einem Kampf und die eher lockeren Zeichnungen, wenn Rintaro mal wieder kurz davor ist die Selbstbeherrschung zu verlieren. Die Aufmachung ist für Kazé Manga typisch und wie auch schon bei ihren vorherigen Veröffentlichungen hat mir der „Leseknick“ sehr gut gefallen. Kommen wir nun zu einem gut bestückten Ende und ich verabschiede mich mit einer Empfehlung an alle Ecchi-Fans! 😉

Band 1 könnt ihr euch hier kaufen.

Vielen Dank an Kazé Manga für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars!

DRAGONS RIOTING © 2013 TSUYOSHI WATANABE / KADOKAWA CORPORATION

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About Author

Ein Admin und Allrounder (Mfa) bei GermanOtaku, der aushilft wo es geht. Seine Hauptaufgaben bestehen aus der Korrespondenz mit Publishern, dem administrieren der Website sowie der Redaktion und dem entwickeln neuer Plugins. Falls er mal keine Zeit hat oder nicht online ist spielt er in seiner Freizeit sehr gerne Unihockey oder Overwatch. Nebenbei sammelt er auch noch gerne Mangas, Animes und Figuren. Wie die meisten Mitglieder von GO hat auch er einen YouTube Kanal, am besten sucht ihr auf YouTube einfach mal nach dem selben Namen. ;)

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