Blue Submarine No. 6 schippert schon seit einiger Zeit durch die deutschen Gewässer. 2003 erschien die 4-teilige OVA aus dem Jahr 1998 erstmals bei uns auf DVD. Jetzt können wir das Werk dank nipponart auch endlich auf Blu-Ray genießen.

Die Story:

Durch eine weltweite Klimaveränderung, die der größenwahnsinnige Wissenschaftler Zorndyke herbeigeführt hat, sind die Polarkappen geschmolzen und viele Teile der Erde unter Wassermassen versunken. Etwa eine Milliarde Menschen verloren dabei ihr Leben. Darüber hinaus erschuf Zorndyke Wesen, die unter Wasser durch Kiemen atmen können und so die neue Welt nach seinen Vorstellungen besiedeln sollen, die Chimären. Zorndyke hat die Rechnung jedoch ohne Mayumi Kino und Tetsu Hayami gemacht, die der Umweltorganisation Ao angehören und sich dem Wissenschaftler in den Weg stellen.

 

Die Charaktere:

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Hayami Tetsu ist unser ruppiger und anfangs eher unfreundlicher Hauptcharakter. Er war schon früher Mitglied der Ao/Blue Truppe, stieg jedoch aus dem ganzen Projekt aus, nachdem sein Partner bei einer Mission ums Leben kam. Jetzt soll er wieder mitmischen, wobei schnell klar wird, dass es sich beim Kampf Mensch gegen Monster keineswegs um einen Krieg handelt, der sich in Schwarz und Weiß kategorisieren lässt. Im Laufe der Geschichte entschließt sich Hayami nach einigen Begegnungen mit der anderen Spezies also dazu, der Sache auf den Grund zu gehen und Zorndyke aufzusuchen um ein für alle Mal zu klären, was überhaupt vor sich geht.

Kino Mayumi ist der weibliche Hauptcharakter. Jung, energisch und voller Zorn auf Zorndyke, den sie für den Tod ihrer Eltern verantwortlich macht. Sie ist diejenige die Hayami erneut rekrutieren soll, was ihr auch irgendwie gelingt (sonst hätten wir ja auch keine Story). Zorndyke muss sterben, das ist für sie so klar wie das Amen in der Kirche. Zu Hayami hat sie anfangs ein angespanntes Verhältnis, da ihr blinder Gerechtigkeitssinn stark mit seiner Gleichgültigkeit kollidiert. Ganz im Stich lassen kann sie ihn jedoch trotzdem nicht und so wird auch sie in Hayami’s Aufklärungs-Alleingang involviert.

Auf der anderen Seite haben wir die Meereskreaturen die Zorndyke erschaffen hat:

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Verg ist hier wohl unumstritten der „Hauptbösewicht“ und scheint eine Mischung aus Mensch und Hai zu sein. Er tut alles um seinem Vater – also Zorndyke – zu imponieren, zu gefallen und um seine Aufmerksamkeit zu erhaschen. Im Endeffekt ist er jedoch wie ein jähzorniges Kind. Die Beweggründe seines Vaters sind für ihn unverständlich, was ihn frustriert und verärgert. Und was macht so ein wütender Haimensch der nicht weiß wohin? Klar, für Papa die Menschheit vernichten. Schließlich wünscht er sich das bestimmt.

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Die andere Sorte Meeresmensch die es mir persönlich ganz besonders angetan hat sind die Mutio. Sie haben ein bisschen was von Meerjungfrauen und besonders ein Exemplar ist maßgeblich dafür verantwortlich, dass Hayami dann doch daran zweifelt, dass dieser Krieg so einfach gestrickt ist. Die Zwei retten sich nämlich gegenseitig das Leben und bauen so etwas wie eine Freundschaft auf.

 

Die Story ist an sich schnell erzählt – schließlich sind es nur 4 Folgen. Offensichtlich – aber zum Schluss doch nicht so offensichtlich – wahnsinniger Wissenschaftler bringt die Polkappen zum Schmelzen und erschafft Chimeren um die Menschheit auszulöschen (?). Die Umweltorganisation Ao – ausgestattet mit diversen U-Booten und Unterwasser Kampfschiffen – kämpft gegen die Auslöschung der Menschheit an. Rasante Unterwasserschlachten sind also an der Tagesordnung. Was es mit Zorndykes Plan jedoch wirklich auf sich hat, will ich an dieser Stelle nicht verraten.

Verraten kann ich aber auf jeden Fall, dass der Soundtrack absolut fantastisch ist. Sowohl die Wasserschlachten, als auch die emotionalen Szenen werden perfekt unterstrichen. Nach über 10 Jahren höre ich immer noch gern das ein oder andere Lied, vor allem „Granpus“ und „Mina soko ni nemure“ gehören hier zu meinen Favoriten.

Animationsqualität und Zeichenstil können immer noch locker mit heutigen Anime mithalten. Das Charakterdesign wurde schließlich von Range Murata geliefert und die Nachbearbeitung für den Blu-Ray Release kann sich auch wirklich sehen lassen.

Das Einzige was leider etwas leidet ist die Bildqualität der CGI, die sich wohl technisch einfach nicht verbessern lässt. Immerhin war Blue Submarine einer der ersten Anime die komplett am PC entstanden sind und das sieht man eben auch. Wasseroberflächen und Schiffe scheinen leicht verpixelt, woran man sich aber schnell gewöhnt. Mich persönlich hat es nicht wirklich gestört.

Im Großen und Ganzen ist Blue Submarine No. 6 für mich persönlich Grundausstattung im Animeregal, weswegen ich mich über das Blu-Ray Release auch dementsprechend gefreut habe. Vor allem weil dieses Mal auch wirklich Blu-Ray Qualität geliefert wird, was ja nicht immer der Fall ist.

Zu bemängeln gibt es bei mir tatsächlich nur eine Stelle bei Episode 2. Hier setzen die Untertitel bei einem Monolog Zorndykes einfach mal für 2-3 Sätze aus. Die Übersetzung für diesen Teil ist schlichtweg nicht vorhanden. Sehr seltsam. Sonst gibt es vielleicht noch anzumerken, dass die Übersetzung der Untertitel gerne mal sehr weit vom Gesprochenen entfernt sind, vom Sinn aber einigermaßen das selbe ausdrücken.

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Geliefert wird das Ganze seitens nipponart im Digipak mit eingeklebtem Booklet. Für Filme oder kürzere OVA-Serien mag ich dieses Format ganz gerne. Schick und kompakt, wie der Inhalt selbst.

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Das Booklet enthält Interviews, sowie Zusatzinformationen zu Charakteren und Schiffe. Auf der Blu-Ray selbst befinden sich auch nochmal ein Making-Of, ein Interview, sowie Trailer.

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Wie sieht es bei euch aus? Werdet ihr euch den Anime zulegen? Haben die alten Hasen unter euch Freude am neuen Blu-Ray Release? Was haltet ihr von Blue Submarine No. 6?

Wer den Anime noch nicht gesehen hat oder einfach mal auf HD besitzen will, der klicke entweder

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An dieser Stelle noch einmal ein herzliches Dankeschön an nipponart für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars.

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